Modellierung und statistische Analyse der Hepatitis B, C und Delta Viruskinetik

Ein langjähriger Forschungsschwerpunkt des Instituts für Biostatistik und Mathematische Modellierung liegt bei der Hepatitis B, C und Delta Viruskinetik. Die Analyse solcher mathematischer Modelle hat sich in den letzten Jahren als wichtiges Werkzeug zur Erklärung von Infektions- und Therapiemechanismen, zum frühzeitigen Vergleich verschiedener Therapie- oder Patientengruppen sowie zur Vorhersage des Therapieerfolgs etabliert. In den letzten Jahren ergaben sich neue Perspektiven in der Therapie der chronischen Hepatitis C Virusinfektion, da einige neue Medikamente zur Verfügung stehen oder sich in der klinischen Erprobung befinden. Gerade hierbei kann die Modellierung wichtige Hinweise zur Optimierung von Kombinationstherapien und zur Planung klinischer Studien für innovative Therapien geben. Die Forschungsthemen gliedern sich in Modellentwicklung und Auswertung sowohl von in vitro-Daten als auch von Daten klinischer Studien. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts kooperieren im Rahmen dieses Forschungsschwerpunktes eng mit der Medizinischen Klinik 1 sowie weiteren nationalen und internationalen klinischen und biomathematischen Forscherinnen und Forscher.

Modellierung des Krankheitsverlaufs bei Morbus Basedow

Eine neue Forschungsperspektive hat im Jahre 2016 begonnen und wurde weiter fortgesetzt. Hier werden Verlaufsdaten für Patienten mit Morbus Basedow unter Therapie mit Thyrostatika mit einem mechanistischen Modell untersucht worden. Hier wurde an unserem Institut ein neues Modell entwickelt und untersucht. Mittelfristiges Ziel ist eine frühzeitige und verbesserte Vorhersage der Rezidiventwicklung durch Anpassung des Modells an Patientendaten und statistische Auswertung. Auch hier kooperieren die Wissenschaftlererinnen und Wissenschaftler des Instituts eng mit der Medizinischen Klinik 1.

Metaanalysen

Die statistische Betreuung von Metaanalysen sowie die Durchführung von eigenen Analysen führt immer wieder auch zu methodischen Problemen und Herausforderungen. Deshalb besteht ein weiterer Forschungsschwerpunkt in der statistischen Methodenentwicklung von Metaanalysen, insbesondere für diagnostische Studien.

Weitere Forschungsschwerpunkte </