Geschäftsordnung des Klinischen Ethik-Komitees

§ 1 Grundlagen

[1] Das Klinische Ethik-Komitee (KEK) ist eine Einrichtung des Klinikums der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Es wurde auf Initiative des Klinikumsvorstandes gegründet. Seine Mitglieder sind bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben unabhängig und nicht an Weisungen gebunden. Sie sind ausschließlich ihrem Gewissen verpflichtet.


§ 2 Zielsetzungen und Aufgaben

[1] Das KEK sieht seine Aufgabe darin, die Auseinandersetzung mit ethischen Fragen des klinischen Alltags (patientenbezogene Einzelfallentscheidungen, organisationsethische Fragen) zu fördern, dazu Fortbildungen anzubieten, Empfehlungen und Stellungnahmen zu entwickeln und bei schwierigen, möglicherweise strittigen ethischen Entscheidungssituationen eine Beratungsfunktion zu übernehmen. Dabei sollen die unterschiedlichen Perspektiven verschiedener Berufsgruppen und Hierarchieebenen berücksichtigt werden und es soll zu einer ausgewogenen und fundierten ethisch begründeten Entscheidung kommen.

[2] Das Ziel der Klinischen Ethik-Beratung soll darin liegen, dem Team der Behandelnden eine Entscheidung in eigener Verantwortung zu erleichtern. In schwierigen klinischen Entscheidungssituationen soll sie dazu beitragen, die für den Patienten beste Behandlungsentscheidung zu finden und diese ethisch fundiert und für alle Beteiligten nachvollziehbar zu begründen. In diesem Prozess übernehmen ausgewählte Mitglieder des KEK die Aufgaben der Moderation und ethischen Analyse. Die Letztentscheidung und die damit verbundene Verantwortung bleiben bei den behandelnden Ärzten bzw. dem Behandlungsteam.

[3] Patientinnen und Patienten soll das KEK die Gewissheit geben, dass ethisch relevante Konflikte im Universitätsklinikum ernst genommen und von möglichst vielen verschiedenen Seiten beleuchtet werden. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Klinikum soll das KEK die Möglichkeit geben, Entscheidungskonflikte bewusst und Wertentscheidungen transparent zu machen.

[4] Das KEK soll sowohl für alle Mitarbeiter als auch für die Öffentlichkeit als Einrichtung des Klinikums erkennbar sein. Es wird nur auf Antrag beratend tätig.


§ 3 Mitglieder

[1] Das KEK soll das fachliche Spektrum der verschiedenen Berufsgruppen in der Patientenversorgung des Universitätsklinikums in den wichtigsten Bereichen abdecken. Dem Komitee können auch externe Mitglieder angehören. Die Beteiligung möglichst vieler verschiedener Berufsgruppen im KEK ist für die breite Akzeptanz und Vernetzung unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Universitätsklinikums wichtig. Außerdem trägt sie dem interdisziplinären Charakter von Medizinethik Rechnung. Die Mitglieder haben nicht die Aufgabe, berufsgruppenspezifische Interessen zu vertreten. Sie stehen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Klinikums als Ansprechpartner zur Verfügung. Die Mitglieder werden durch den Klinikumsvorstand für die Dauer von drei Jahren berufen. Eine erneute Berufung ist zulässig, Nachnominierungen, insbesondere bei vorzeitigem Ausscheiden von Mitgliedern sind möglich. Die Geschäftsführung wird vom Klinik