Allgemeine Informationen zur Patientenverfügung

Informationen für Patienten


Hiermit wollen wir Ihnen einen ersten Überblick über Möglichkeiten geben, durch

  • Patientenverfügung,
  • Vorsorgevollmacht und
  • Betreuungsverfügung


für den Fall der Einschränkung oder des Verlustes Ihrer Entscheidungsfähigkeit vorzusorgen. Die folgenden Erläuterungen sollen Sie dazu ermutigen, sich mit diesem Thema zu beschäftigen, können aber eine tiefer gehende persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema Krankheit, Alter und Tod nicht ersetzen.

Vorsorge für schwierige Entscheidungen

Im Rahmen eines Klinikaufenthalts, bei Krankheit, nach Unfall und im hohen Alter sind oft schwerwiegende medizinische Entscheidungen zu treffen:

  • Welche therapeutische Entscheidung ist in einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium noch gut für mich?
  • Welche Einschränkungen der Lebensqualität kann ich akzeptieren?
  • In welcher Situation möchte ich nicht mehr, dass einem natürlichen Krankheitsverlauf mit möglicherweise belastenden medizinisch-technischen Maßnahmen begegnet wird?


Diese und ähnliche Fragen gehören zu den wohl schwierigsten Fragen, die sich Ihnen und Ihren Angehörigen stellen können. Es fällt besonders schwer, diese Fragen zu beantworten, wenn ein akutes Krankheitsgeschehen oder ein chronischer Abbauprozess die Einwilligungsfähigkeit einschränken.
Patientenverfügungen bieten Ihnen die Möglichkeit, Behandlungsentscheidungen vorweg zu nehmen, um so sicher sein zu können, dass auch bei Nichteinwilligungsfähigkeit noch die für Sie "richtige" Entscheidung getroffen wird.
Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung bieten zudem die Möglichkeit, eine Person Ihres Vertrauens zu autorisieren, Ihre Behandlungswünsche gegenüber Ärzten und Pflegenden zu vertreten (Stellvertreterentscheidungen). Auch in diesem Fall erleichtert eine wohlüberlegte Patientenverfügung dem Bevollmächtigten bzw. Betreuer die Umsetzung Ihres Willens.

Vorsorgevollmacht

Mit einer Vorsorgevollmacht erteilen Sie einer oder mehreren Personen die Vollmacht, in Notfallsituationen gesundheitsrelevante Entscheidungen für Sie zu treffen. Eine Generalvollmacht reicht hierfür nicht aus. Die in der Vorsorgevollmacht benannte Person ist sofort handlungsbefugt und muss sich an Ihrem Willen orientieren.

Patientenverfügung

In einer Patientenverfügung legen Sie schriftlich fest, wie therapeutisch oder pflegerisch gehandelt werden soll, falls Sie infolge einer Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr einwilligungsfähig sind.

Seit dem 1. September 2009 ist die Praxis der Patientenverfügung im Betreuungsrecht gesetzlich geregelt. Ärzte, Pflegende und and